Eva Steiner
Hundetrainerin HIK
Trainingsspezialist Hund (in Ausbildung)
BLV anerkannte SKN Ausbildnerin
und NHB Fachperson
Tierkinesiologin NGL


eva.steiner@dogmind.ch
079 577 81 75

Kirchdorfstr. 3
3629 Jaberg

Eine "neue" Liebschaft


Ist eigentlich noch jemand hier? Fast genau ein Jahr ruhte mein Blog, es gab' ja auch nichts zu berichten; das Thema Schottland war abgehakt und über meine emotionale Verarbeitung der Enttäuschung wollte sicher keiner was lesen. :-) Und damit, so dachte ich, wäre auch meine Blog Karriere beendet, eigentlich schade, denn das Schreiben macht mir, wie seit eh und je, viel Freude.

Nun aber habe ich Lust euch an meinem neuen Wahnsinn teilhaben zu lassen. Und mit Wahnsinn meine ich nicht, dass das Projekt irgendetwas wahnsinniges in sich hätte, sondern, dass es mich mit Wahnsinn ergriffen hat, mich eingelullt hat in süsse Versprechungen eines paradiesischen Zustandes, leuchtende Bilder welche in Gedanken duften und klingen. (Jetzt versteht ihr was ich mit Wahnsinn meine, oder?)

Nun, seit bitte nicht enttäuscht worüber ich so träumerisch schwelge, vielleicht, wenn ihr mir einen Chance gebt und ihr diesem Blog ein bisschen folgt, krieg' ich euch alle auch noch rum! 

Hortus Anima Pax - mein friedlicher Seelengarten

Naja, bevor es friedlich wird, wird es wohl erstmal anstrengend. Aber dazu kommen wir später.
Wisst ihr was ein Hortus ist? Dazu muss/möchte ich den Hortusguru Markus Gastl sprechen lassen:

 "Ein Hortus (lateinisch für Garten) ist ein Garten für die Natur und den Menschen. Er ist in drei Zonen gegliedert: Pufferzone, Hotspotzone und Ertragszone.
Die Drei Zonen sind ein Modell, welches jedem Gartenbesitzer hilfreich sein kann, den eigenen Garten zu verbessern. 

Die Pufferzone umgibt den Garten und grenzt ihn nach außen hin durch eine ein- oder mehrreihige Hecke aus einheimischen Sträuchern ab. Zusätzliche Naturmodule wie Reisighaufen, Totholzstämme, Steinhaufen und Sandhügel schaffen weiteren Lebensraum, der vielen Tieren Schutz und Nahrung bietet.
In der
Hotspotzone herrscht die Vielfalt! Die auf abgemagerten Böden wachsenden Blumenwiesen und die Steingartenanlagen zeichnen sich durch eine besonders hohe Artenzahl von Tieren und Pflanzen aus.
Direkt am Haus und damit schnell erreichbar liegt die
Ertragszone mit Gemüse- und Kräuterbeeten, Beerensträuchern etc. Ihr gut gepflegter Boden schenkt uns gesunde und reichhaltige Ernten.
Pflanzenschutzmittel, Pestizide, Chemie, Schneckenkorn und künstliche Dünger werden in einem Hortus nicht eingesetzt. Alle Zonen sind miteinander vernetzt und stabilisieren sich gegenseitig, so dass es kaum Schädlingsbefall gibt. "

Für mich soll mein zukünftiger Hortus der Platz zum Ankommen werden, Abschalten, in sich gehen und sich auf das Wesentliche zu besinnen und die tiefe Verbundenheit zur Natur über alle Sinne zu erfahren. Gleichzeitig wird es ein Platz für Alle sein; hier sollen Igel überwintern dürfen, Ameisen lade ich zum Aufräumen ein, Vögel sollen sich in der Totholzhecke ein Loft bauen,  Eidechsen und andere Sonnenbrutzler finden Sonnenterrassen im Steingarten, Kröten wellnessen im Unkenteich, Schnecken schleimen Kunstwerke auf den Boden und Bienen und Schmetterlinge finden alles nötige für ihre Kinderstuben. Was wächst darf wachsen, eine blühende Magerwiese fürs Auge sowie ein voll gedeckter Tisch für alle.  Ade Rasenmäher, Chemie und Unkraut jäten. 

Ein Projekt im Kreislauf, welches nie ganz fertig sein wird - was für wundervolle Aussichten. Aktuell verbringe ich stunden (sabbernd) im Hortusnetzwerk, schaue mir die Werke anderer Hortianer an, informiere mich, lese mich in die Thematik ein (bin noch hoffnungslos überfordert) und lese parallel die Bücher von Markus Gastl zum Thema Permakultur und Drei-Zonen-Gärtnern. Jedes Mal wenn ich die Augen schliesse gestalten sich neue Ideen und Gärten vor meinem inneren Auge, türmen sich Natursteine zu Käferhotels und Wildbienen besetzen das Totholz. Noch bin ich in der Träumerphase, ich ziehe erst Ende August in meinem Garten ein (also eigentlich in ein Haus, aber das ist ja total in den Hintergrund gerückt). An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich und mit vollem Herzen bei meinem Partner bedanken, dass er mir vertraut und mir freie Hand lässt seinen gepflegten Rasen zu mördern und ich ein bisschen Wildnis in sein Leben bringen darf. Danke Remo!!!!

So nutze ich jetzt noch die Zeit zum Planen, nur finde ich den roten Faden für den Anfang noch nicht. 

Vielleicht ein leeres Buch zum Zeichnen, Grundrisse austüfteln, Pflanzlisten erstellen, mit Farben spielen. DAS ist ein guter  Plan! Sobald ich ein Buch habe kann ich proaktiv an "meinem" Garten rum tüfteln und über die Jahre hinweg, sein Werden und Wachsen festhalten. 

Ihr merkt schon, ich bin bis oben hin angefüllt mit Freude, Ideen und ganz viel Enthusiasmus. 
Schön, dass ihr mit dabei seit!


Foto Naturgarten: mit freundlicher Genehmigung von Daniel Jakumeit aus seinem Hortus vivus  https://www.facebook.com/Hortusvivus/